Wahrscheinlich liegt es an unsere Menschengene, dass wir Sachen begreifen möchten. Klar wir – als Homo Sapiens Sapiens – wollen nicht in dieser Welt einfach so leben, wir wollen sie verstehen :)

Wir wollen wissen, warum es in manchen Gegenden kalt und winterlich ist, wenn es gerade in anderen Sommer herrscht. Wir möchten wissen, warum es möglich war, Pferdefleisch als Rindfleisch in Fertigprodukte reinzumogeln. Wir möchten wissen warum dies, wieso das.

Wobei sollte man vielleicht hier anmerken, es kommt selten vor, dass wir verstehen möchten warum etwas geht. Viel wichtiger ist zu hinterfragen ‘warum’ etwas nicht funktioniert. Und das auch wenn wir selber nicht wissen, oder wir die Möglichkeit haben etwas zu reparieren bzw. selbst zu ändern. Wir denken, wenn wir die ‘warum’ Frage stellen, wird sich über kurz oder lang jemanden finden, der keine Antwort sondern eine Lösung liefert, dem die Frage zu lästig wird und die Sache zurechtrückt, sodass sie wieder so funktioniert, wie will wollten.

Ja, ist das so? Oder wollen wir bei manchen ‘warum’ Fragen, einfach nur Dampf ablasen, und sind nicht an die Grunde interessiert, auch nicht an die positive Entwicklung die irgendwann kommt. Dieses ‘warum’ ist dann nur eine Umschreibung des “ich bin eigentlich gerade sowas von geärgert, denn ich habe es mir anders vorgestellt. Es passt mir nicht, dass ich nun umdenken muss, und weil ich blöd drauf bin, muss ich Deinen Tag auch vermiesen.”

Gut analysiert? Fehlt da noch was? Wenn nicht dann könnten wir weiter denken. Wir als Homo Sapiens Sapiens wollen schliesslich immer weiter denken, weiter verstehen ;)

Wenn es also so ist, und die Grunde dieses ‘warum’s unterschiedlich sind, wieso (bzw warum ;) geht einem dieses Unwort so auf die Nerven? Warum (bzw wieso) kommt uns nicht selbstverständlich im Sinn, dass jemand dabei einfach nach den Grunden interessiert ist. Grunde zu nennen ist doch einfach. Endweder kennt man sie, oder kennt man sie nicht.

Und die die man kennt, darf man endweder nennen, oder nicht.

Darf man dann aber zugeben, dass man die Grunden nicht kennt? Bzw darf man zugeben, dass man die Grunden nicht nennen darf? Sicherlich ist es blöd, einen falschen Grund anzugeben.

Also? Also nichts. Nächstes mal wenn eine ‘warum’ Frage kommt, einfach 21, 22, 23 innerlich zählen. Danach an die Grunde denken, wenn man sie nicht kennt, dies einfach zuzugeben (selbst entscheiden ob es sich lohnt, jemand anderen danach zu fragen) und fertig.

Kennt man die Grunde darf man sie aber nicht angeben, dann dann, ja was dann? Dann vielleicht mit jemandem darüber reden. Eventuel findet sich zu zweit eine Antwort oder viel besser für den Fragenden die… Lösung.

Aber warte, mir fällt gerade ein… man könnte dann mit einem neuen eigenen ‘warum’ antworten… Warum den eigentlich nicht? ;)